Virtual Reality beschreibt Techniken, die es ermöglichen, eine im Computer erzeugte Umgebung möglichst realistisch zu erfahren. Zumeist beginnt das mit einer 3D-Brille, die der Träger:in eine dreidimensionale Wahrnehmung dieser Umgebung ermöglicht. Wenn dabei die reale Umgebung weiter sichtbar ist und zusätzliche Informationen eingeblendet werden, spricht man von Augmented Reality (AR) oder Mixed Reality (MR), allgemein von Extended Reality (XR). Neben der audiovisuellen Wahrnehmung ist meistens auch eine Interaktion mit der virtuellen Welt gewünscht, übliche Techniken nutzen verschiedene Controller oder ein Tracking von Kopf und Händen.
In Form von projektbasierter Lehre werden verschiedene Konzepte rund um das Thema Virtual Reality ausprobiert. Die Veranstaltung und die Konzepte wurden zusammen von JAVASCRIPT PROTECTED und Prof. Dr. Kai Eckert konzipiert.
Thema 2025: Immersive Welten - VR und Bühne
Über klassische VR hinaus gehen Ansätze, eine komplett freie Bewegung mehrerer Personen in einer virtuellen Welt zu ermöglichen. Das Holodeck aus Star Trek lässt grüßen. Solche Umgebungen werden z.B. von der Firma SandboxVR ermöglicht, die auch in Mannheim vertreten ist. Technisch wird das durch eine virtuelle Umgebung umgesetzt, die physisch der realen Welt entspricht (Wände, Grenzen, Gegenstände). Personen und bewegliche Gegenstände werden dabei durch Tracking von Sensoren erfasst und so sichergestellt, dass z.B. das Ertasten einer Wand mit der visuellen Darstellung in der virtuellen Welt korrespondiert.
In der Veranstaltung “Immersive Welten - VR und Bühne” geht es darum, Konzepte für die Nutzung dieser Technologien zu entwickeln und prototypisch zu demonstrieren. Methodisch werden dazu zwei Aspekte der vollständigen Immersion separat betrachtet:
- Interaktion mit der virtuellen Umgebung und zwischen Personen: Hier verzichten wir auf die virtuelle Darstellung und nutzen Techniken aus dem Theater (z.B. Definition und Organisation einer Bühne, Nutzung von Gegenständen als Platzhalter, Character Building und Austesten durch Improvisationen).
- Virtual Reality für die visuelle Aufbereitung, für die Immersion (analog zu Kostümen) aber auch für die Darstellung zusätzlicher Informationen: Dazu nutzen wir VR-Brillen (Meta Quest 3) und die Godot Engine, um prototypische 3D-Darstellungen zu entwickeln und audiovisuell und über Controller erlebbar zu machen.
Als Hintergrund für die Aufgabenstellung dient ein Krimi des Mannheimer Krimi-Autors Alexander Hartung, der spiel- und erlebbar werden soll. Dazu sind geeignete Szenen zu identifizieren, prototypisch zu implementieren und daraus ein Gesamtkonzept für die Umsetzung zu entwickeln.
Die Arbeit erfolgt in Gruppen, Prüfungsleistung ist das ausgearbeitete Konzept in Form einer Projektarbeit. VR-Brillen werden zur Verfügung gestellt. Geplant ist auch ein Besuch von SandboxVR zum besseren Verständnis der technischen Möglichkeiten aktueller VR-Systeme.
In mehreren Workshops (ganztägig) werden die Grundlagen zur Bearbeitung des Themas vermittelt (Einführung in VR mit Godot, Theaterworkshops, Exkursion zu SandboxVR). Vorkenntnisse in Game Engineering und/oder 3D-Modellierung sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich. Ohne Vorkenntnisse sollte aber mit einem entsprechend höheren zeitlichen Aufwand bei den Implementierungen gerechnet werden, um Lücken mit Unterstützung der anderen Kursteilnehmer:innen zu schließen.
Ergebnisse
Virtual Reality Project: Immersive Worlds
The course “Immersive Worlds — VR and Stage” (Virtual Reality Project, VRP, Winter Term 2025/26), co-created by JAVASCRIPT …